Açıklamalar

ACHTUNG !!! Café LUZIA betreibt Diskriminierung !!!

Beginnt in Kreuzberg die Verdrängung auch aus dem öffentlichen Leben?

Dass bestimmte Locations nur ein bestimmtes Publikum zulassen und den Rest, meistens ohne den wahren Grund zuzugeben, aussortieren, d.h. diskriminieren, ist eine stadtweit bekannte bittere Tatsache. Aber dass dieser Umgang auch mitten in Kreuzberg stattfindet, wollen wir anhand eines Beispiels verdeutlichen, indem wir eine eigene Erfahrung publik machen.

Uns, zehn Personen (7 Männer und 3 Frauen), die meisten türkeistämmig, wurde der Einlass in das Cafe "Luzia" (Oranienstr. 34) verweigert. Als wir am Freitagabend, 10.12., kurz vor 24:00 Uhr dort ankamen, warteten bereits Andere vor der Tür. Die Türsteher sagten uns: "Es ist voll". Obwohl das Cafe gar nicht leerer wurde, wurden bestimmte Menschen doch durchgelassen andere eben nicht. Und wir auch nicht.

Wir gehörten eindeutig nicht zum Wunschpublikum. Als wir wissen wollten, warum wir nicht rein dürfen, sagte ein Türsteher: "Wenn es so voll ist wie heute, sortieren wir aus."

Wir haben mehrmals nach den Ausschlusskriterien gefragt. Auf diese Frage wollten die Türsteher nicht antworten. Die immer wieder zuhörenden Aussreden waren entweder, "es ist immer noch voll" (Widerspruch: trotzdem wurden immer wieder welche reingenommen) oder die, die sie reinlassen, seien Stammgäste (Widerspruch: so was wie Clubkarte haben sie nicht).

Nach unserer Kenntnis lag bei uns kein sachlicher Grund vor, der den Einlass zu verweigern, rechtfertigen könnte.

Wir sind uns sicher, dass die Türsteher, nach eigener Aussage, die Anweisungen der Betreiber (zwei Brüdern) befolgten. Denn einer der Betreiber war mind. zweimal kurz vor der Tür und hat die Diskussion teilweise mitbekommen, ging grinsend wieder rein, ohne mit uns ein Wort zu wechseln. Die Türsteher berichteten, dass der Besitzer trotz zweimaliger Nachfrage, nicht bereit war mit uns zu reden.

Uns ist bekannt, dass wir nicht die ersten sind. Mehrere Menschen nichtdeutscher Herkunft, vor allem Jugendliche aus dem Kiez, die wir teilweise kennen, haben bereits vor uns diese diskriminierende Erfahrung mit diesem Cafe gemacht.

Uns ist bekannt, dass in vielen Discos oder Clubs in anderen Stadtteilen Menschen nichtdeutscher Herkunft der Einlass verweigert wird. Wir lassen nicht zu, dass Diskriminierung im öffentlichen Raum auch in Kreuzberg zur Normalität wird.

Wir verurteilen eine Einlasspolitik, die das Aussehen, das Alter, die Nationalität o.ä. zum Ausschlusskriterium macht.

Für ein Kreuzberg ohne Rassismus, ohne Diskriminierung und ohne Ausgrenzung !

P.S: Diese Erklärung erscheint verspätet, weil erst nach zwei Wochen wurde es klarer, dass die Betreiber des Cafes trotz Vermittlungsbemühungen kein Interesse an einem Gespräch haben.

Luzia Diskriminiert!

Saadet zinciri gerçekte bir FELAKET ZİNCİRİ

SAYIN BERLİNLİLER

Uzun zamandır Berlin'de vatandaşlarımız saadet zinciri denilen bir oyun - kumar oynamaktadır.

Bazı kişilerin, kısa zamanda çok para kazanma hırsı veya saflığından dolayı bir takim düzenbazların tuzağına düştükleri görülüyor. Saadet zinciri adlı bu sistemin içine düşen kişiler bin, iki bin veya beş bin euro ödeyerek bir kaç ay içerisinde verdikleri paranın dört beş katını kazanacaklarını zannetmektedirler. Geçmişte de bu tür oyunların oynandığını, bir çok insanın para kazanamadığını ve hatta verdikleri paraları dahi geri alamadıkları ve bir felaketle karşılaştıkları bilinmektedir.

Bu sistem bir piramide, yani bir üçgene benzer ve piramidin tepesindeki birkaç kişi para yatıran aklı evvellerin paralarının üçte ikisine anında el koyarlar - aralarında paylaşırlar. Piramidin aşağısındaki insanlar ise para kazanabilmek için öncelikle yakın aile dostlarını, akrabalarını ve giderek en yakın arkadaşlarını sistemin içine çekmeğe çalışırlar. İstemeseller de yakınlarını kandırırlar.

KAZIKLA KAZAN

En yakın aile fertlerini arkadaslarını, dostlarını kazıklarken ve onların sırtından para kazanmayı hedeflerken onların da para kazanmalarını istermiş gibi davranırlar. En yakınlarına, arkadaşlarına zarar verme pahasına gözlerini haksızca para kazanma hırsı bürümüş olan bu insanları, Berlinliler ibret ve nefretle izlemektedirler.

Artık kafelerde, evlerde ve eğlence yerlerinde bu konu konuşulmakta, KANDIR -KAZIKLA -KAZAN espirileri yapılmaktadır.

ÇEVRELERİNDE DEMOKRAT OLARAK BİLİNEN, insani değerleri savunan bazı kişilerin de bu soygun - hırsızlık- ahlaksızlık zincirine alet oldukları söylenmektedir.

SAYIN VATANDAŞLAR, yaşamın gerçekliğinde bir ver beş kazan diye birşey yoktur ve de olamaz (şans oyunları hariç). Bu tür vaadler, olsa olsa gözlerini kısa zamanda çok para kazanma hırsı ile her türlü rezilliği yapabilecek karakter taşıyan yalancı ve ückağıtcıların palavralarıdır. Bu düzenbazlara parasını yatıranlar için, durumun bir felaket zincirine dönüştüğünü hep beraber üzülerek tanık olmaya başlıyoruz.

DEĞERLİ BERLİNLİLER,

Ahlaki değerleri çiğneyen ve sonrasında büyük pişmanlıklar duyacağınız bu oyuna inanmayınız ve katılmayınız.

Kimsenin böyle bir oyuna alet olmasına yardımcı olmayınız.

Yanınızda bu tür propaganda yapılmasına müsaade etmeyiniz.

Mağdurlar olarak toplanıp kamuoyunu bilgilendirin ve düzenbazların yüzlerindeki masumane görünüşlü maskelerini çekerek gerçekteki iğrenç yüzlerini toplumun görmesini sağlayınız.

BU OYUNA KATILANLAR, derhal yatırdığınız parayı geri isteyiniz. Aksi takdirde yasal yollara baş vuracağınızı söyleyiniz.

Başınıza bir felaket gelmeden bu dolandırıcıların aralarından çıkınız!

Allmende e. V.
Kottbusser Damm 25/26, 10997 Berlin

Pressemitteilung:

Personalienaufnahme und Platzverweis für Mitglieder von Allmende und der Kampagne "Integration - Nein Danke!"

Auf der am Montagabend, 21.6., von der "Deukischen Generation" organisierten "Demonstration: gemeinsam gegen Sarrazins Äusserungen" wurde, angeordnet durch die Veranstalter_innen, politische Zensur und Platzverweis per Polizeimacht gegen Mitglieder des migrantischen Vereins Allmende e.V. und den Aktivist_innen der Kampagne "Integration - Nein Danke!" (I.N.D.) angewendet.

Laut ha-ber.com nahmen an der Kundebgung Vertreter_innen und Mitglieder folgender Vereine teil: Türkischer Elternverein, Union Türkisch-Deutscher Unternehmer (TDU), Türkiyemspor, Föderation Türkischer Eltern in Deutschland, TBB, BTBTM, Türkische Gemeinde Deutschland (TGD) und "Young Voice TGD". Die Veranstalter_innen, die alle Vereine zur Unterstützung der Demonstration aufgerufen haben, zeigten keinen minimalen Ansatz von Respekt vor anderen Meinungen bezüglich der herrschenden Integrationspolitik, die den Nährboden für rassistische Äußerungen eines Sarrazins darstellt.

Im Vorfeld der Demonstration begrüßten die Aktivist_innen des Vereins Allmende und der Kampagne "Integration - Nein Danke!" diese Demonstration und haben ihre Unterstützung zugesagt. Die Gründung der "Plattform gegen Rassismus", die die I.N.D-Kampagne seit drei Monaten durchführt, geht ebenso auf Proteste gegen rassistische Äußerungen von Sarrazin vom Okt. 2009 zurück.

Ca. 20 Aktivist_innen von Allmende und der Kampagne I.N.D. beteiligten sich aus Solidarität total friedlich an der Kundgebung vor der SPD-Zentrale. Nur zwei Pappschilder mit der Aufschrift " Integration - Nein Danke! " (ein mitgebrachter Transparent wurde nicht mal ausgerollt) veranlassten die arroganten Yuppies von der Deukischen Generation eine andere Meinung zur "Integration" nicht zu dulden.

Als die Aktivist_innen der Kampagne I.N.D. es sich nicht verbieten ließen, ihre Meinung zum Zusammenhang von Rassismus a la Sarrazin und der Integrationpolitik öffentlich zu äussern, wurde sofort die Polizei eingeschaltet. Fünf Aktivist_innen des Vereins Allmende und der Kampagne I.N.D. wurden unter Androhung von Festnahme die Personalien aufgenommen und ein Platzverweis gegen sie ausgeführt.

Diese antidemokratische und repressive Haltung der Deukischen Generation macht deutlich, dass sie als willige Vollstrecker_innen der herrschenden Integrationspolitik dienen und von dieser Position als deukische Vorbilder-Yuppies profitieren. Es verwundert nicht, dass sie die einzige Jugendorganisation ist, die auf den Integrationgipfeln hofiert wird.

Auffallend war noch, dass viele (ältere) türkischstämmige Sozialdemokrat_innen, die uns aus verschiedenen Zusammenhängen kennen, weder bei den Veranstalter_innen noch gegen die polizeiliche Maßnahme wirkungsvoll interveniert haben. Nebenbei fielen Aussagen wie, dass diese Jugendliche noch unerfahren sind und eher der CDU nahe stehen würden.

Diese grauenhafte Veranstaltung zeigt uns eher, dass diese deukischen Opportunisten so dermaßen angepasst sind, dass einem Übel wird; denn sie scheren sich einen Dreck um "Gemüsehändler" und fühlen sich nur angegriffen, weil sie aus Versehen mit den Unterschichten in einen Topf geworfen wurden.

Ihre öffentliche Positionierung gegen Rassismus entpuppte sich als eine Show der Anbiederung, vor denen mensch sich in Acht nehmen muss, wehe wenn sie irgendwann Ministerien und die Kanzlerin stellen sollten.

Wir verurteilen die mit Polizeigewalt ausgeführte Zensur der biederen Deukischen Generation gegen unsere Aktivisten und fordern:

Gleiche Rechte und Chancen statt Rassismus

Integration ? Nein Danke !

Berlin, 22.6.2010

Allmende e.V.- Haus alternativer Migrationspolitik und Kultur

Kampagne "Integration - Nein Danke!"

 

Mehr Informationen über die Kampagne unter:

www.integration-nein-danke.org und www.allmendeberlin.de

Acıklamanın Türkçesini okumak için

 

Presseerklärung

Wir, Migrantinnen und Migranten, fordern unser demokratisches Bürgerrecht!

Wir fordern den Erhalt vom passiven und aktiven Wahlrecht für alle MigrantInnen!

 

Berlin, 6. Mai 2009

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dieser Erklärung möchten wir unseren jahrzehntelangen Ausschluss von allgemeinen Wahlen in Deutschland kritisieren. Wir sehen darin ein großes Problem für die Demokratie, dass Migrantinnen und Migranten in Deutschland kein Wahlrecht haben, obwohl sie zum Teil seit fast 50 Jahren in diesem Land leben und obwohl sie von allen Entscheidungen, die die Rahmenbedingungen des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland bestimmen, genauso betroffen werden wie diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die ein Mitentscheidungsrecht, also das Wahlrecht, besitzen.

Wir können noch konkreter werden: Am 26. April 2009 fand in Berlin ein sehr wichtiger Volksentscheid statt. Unabhängig von den Forderungen, die den Volksentscheiden zugrunde liegen, betrachten wir die basisdemokratische Institution des Volksentscheids als ein wichtiger Schritt nach vorn für die Demokratie. Aber wir haben kein Verständnis dafür, dass hundert tausende Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund in Berlin vom Volksentscheid ausgeschlossen blieben.

Das Wahlrecht ist ein grundlegendes und demokratisches Bürgerrecht, das unserer Ansicht nach nicht von der Staatsangehörigkeit, sondern von der Residenz eines Menschen abhängen soll, weil Menschen von den Entscheidungen betroffen sind, wo sie dauerhaft leben.

Sicherlich ist es nicht einfach so eine Änderung in Deutschland vorzunehmen, da dies die Änderung des Grundgesetzes erfordert. Aber wir sind fest davon überzeugt, dass der Demokratie das Prinzip der Mitentscheidung aller Betroffenen zugrunde liegt, und dass die Verfassung eines Landes in einer Demokratie in der Lage sein sollte, den Erfordernissen des historischen und gesellschaftlichen Wandels anzupassen.

Wie jede Gesellschaft ist auch die Bundesrepublik seit ihrer Gründung 1949 verändert. In diesem Land leben mittlerweile rund 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund. Davon verfügt fast die Hälfte über die deutsche Staatsbürgerschaft und die andere Hälfte nicht. Also es geht um 8 Millionen Menschen, die, obwohl von den Entscheidungen direkt betroffen sind, nicht mitentscheiden und mitgestalten dürfen.

Als die Verfassung 1949 verabschiedet wurde, hatte nicht jeder fünfte Bürger Deutschlands ein Migrationshintergrund, aber heute schon. Und es sieht so aus, dass die globalen Migrationsbewegungen im Zeitalter der Globalisierung auch nicht abnehmen werden.

Andere Länder im europäischen Vergleich versuchen dagegen seit den 70er Jahren den Herausforderungen der Globalisierung mit einer demokratischeren Politik zu begegnen. Die skandinavischen Länder sind z.B. "Vorreiter" beim Thema Migrantenwahlrecht. Dänemark führte 1974, Schweden 1975 und Finnland 1976 das Migrantenwahlrecht ein.

In insgesamt 14 Staaten Europas gibt es bereits Wahlrecht für Migrantinnen und Migranten. Außer Dänemark, Schweden und Finnland gibt es auch in Belgien, Luxemburg, Niederlande, Irland, Großbritannien, Portugal, Spanien, Estland (alle gehören der EU), Island, Norwegen und in einigen Schweizer Kantonen.

Deutschland dagegen zählt neben Österreich, Italien und Griechenland zu den so genannten "Bremser"-Staaten, wo Migrantenwahlrecht bis heute ausschließlich an die Staatsbürgerschaft gekoppelt bleibt. Zusätzlich dazu wird in diesen "Bremser"-Staaten auch eine restriktive Einbürgerungspolitik betrieben. Diese Tatsache betrachten wir als ein sehr ernst zu nehmendes Defizit für die Demokratie in Deutschland.

1998 war in der Koalitionsvereinbarung zwischen SPD und Grünen von der Einführung eines Ausländerwahlrechts zwar die Rede. Es kam jedoch aber zu keiner konkreten gesetzlichen Initiative, wahrscheinlich aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im deutschen Bundesrat.

Auch der Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU/CSU von 2005 beinhaltet einen Prüfauftrag zur Einführung des Wahlrechts für alle Migranteninnen und Migranten. Allerdings hat die Bundesregierung bis zum heutigen Tag kein konkreter Schritt in diese Richtung getan.

Zum Schluss möchten wir noch einmal hervorheben, dass die mit dem Inkrafttreten des Maastrichter Vertrages 1993 eingeführte Verfassungsänderung uns einen handfesten Beweis liefert, dass die entsprechenden Artikel des Grundgesetzes tatsächlich geändert werden können. Es fehlt aber zurzeit an politischem Willen. Die öffentliche Diskussion über das Thema Migrantenwahlrecht werden unserer Meinung nach diesem Willensbildungsprozess entscheidend beitragen.

Deswegen möchten wir hier unsere Forderung noch einmal ausdrücklich betonen:

Wir fordern unser demokratisches Grundrecht! Wir fordern den Erhalt des aktiven und passiven Wahlrechts auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene!

Initiative "Wahlrecht" für MigrantInnen

Degerli Berlinliler,

okullarda din ya da evrensel ahlak dersi (etik dersi) arasinda seçim yapma zorunlulugu getirmek isteyen halkoylamasina katilamiyor olmamizi siddetle elestiriyoruz!

Çünkü yarin yapilacak halkoylamasinda yine yüz binlerce göçmen kökenli yurttas oy kullanamayacak, kararin alinmasina katilamayacak!

Berlin ikinci defa son derece önemli bir kararla karsi karsiya. Yarin yapilacak halkoylamasinda sayilari yaklasik 2,4 milyon olan seçme hakkina sahip Berlinli, etik ve din dersi arasinda tercih yapacak. 2006/07 ögrenim yilindan beri Berlin'deki okullarda 7. siniftan itibaren etik dersi zorunlu olarak, din dersi ise isteyenler için seçmeli ders olarak veriliyor. Halkoylamasinda etik dersinin yerine 1. siniftan baslamak üzere din ya da etik dersi arasinda bir tercih yapma zorunlulugu oylanacak.

Halkoylamalari, halkin siyasi karar alimina katilmasinin önemli bir aracidir. Yapilacak halkoylamasinin sonucunun Alman vatandasi olmayan binlerce göçmen kökenli aileyi de etkileyecek olmasina ragmen, Alman vatandasi olmayan göçmenler bu siyasi katilim hakkindan mahrum birakilmistir. Berlin'de her 3 ögrenciden birinin göçmen kökenli olmasina ragmen, göçmen aileler yarinki halk oylamasina katilamayacaklar.

Bu durum Almanya'daki demokrasinin bir eksikligidir. Onyillardir Almanya'da yasayan yüzbinlerce insan siyasi karar alma süreçlerinin disinda birakiliyor.

Kendisini "farkliliklara açik" olarak tanimlayan Berlin eyaleti için de bu durum büyük bir eksikliktir. Demokrasi ve insan haklari birbirinden ayri olarak düsünülemez!

Initiative "Wahlrecht" für MigrantInnen

Iletisim:
Allmende e.V. - Alternatif Göçmen Politikalari ve Kültür Evi
Kottbusser Damm 25-26, 10967 Berlin

Berlin, den 04.03.2009

An alle demokratischen Parteien in Berlin

Offener Brief der MigrantInnen zur Bundestagswahl

Auf der Landesliste der Beliner Parteien zur Bundestagswahl muss sich auch die Vielfalt der Berliner Bevölkerung widerspiegeln.

Als ein migrantischer Verein Allmende e.V. fordern die Parteien in Berlin auf, bei der Aufstellung ihrer Landesliste zur Bundestagswahl am 27. September Migrantinnen und Migranten auf den aussichtsreichen vorderen Plätzen zu berücksichtigen.

Die MigrantInnen dürfen nicht mehr nur als Alibi-KandidatInnen auf chancenlosen Listenplätzen aufgestellt werden.

In Berlin leben über 800 000 Menschen mit einem Migrationshintergrund. Das ist fast jeder vierte Hauptstädter und viele von ihnen haben das Wahlrecht. Gemessen an dem Bevölkerungsanteil und dem Stimmenanteil sind sie sowohl als ParlamentsbewerberInnen als auch als Parlamentsmitglieder noch immer stark unterrepräsentiert.

Im politischen Alltag der Bundesrepublik Deutschland dürfen nicht mehr Stellvertreterdiskurse geführt werden. Migrationspolitik ist eine Querschnittspolitik. In vielen politischen Bereichen werden Entscheidungen, die die Menschen nichtdeutscher Herkunft direkt betreffen, ohne deren Mitwirkung getroffen. Dabei brauchen sie für eine "gelungene Integration" auch die politische Selbstvertretung. Menschen mit Migrationshintergrund müssen die Möglichkeit bekommen, eine soziale und demokratische Gesellschaft mitzugestalten.

Besonders bei der Listenplatzvergabe wird sich zeigen, wie ernst es den Parteien ist mit dem Wunsch, MigrantInnen gleichberechtigt behandeln zu wollen. Das Ziel der Parteien mit demokratischem Anspruch muss die volle politische Partizipation der MigrantInnen sein.

An qualifizierten MigrantInnen mangelt es nicht, für sie fehlt oft nur eine reale Chance.

Wir unterstützen die Kandidatur der MigrantInnen auf aussichtsreiche Plätze der Berliner Landeslisten der Parteien für den Bundestag.

Allmende Koordination

An die Presse und Politik!

Leidet die CDU unter Leitkultur-Paranoia?    

Die CDU hat auf ihrem Parteitag am 2.12. 2008 ihre rassistische Leitkulturparanoia nochmals bestätigt. Nach einem eiligst gefällten Beschluß soll Deutsch als die Sprache der Bundesrepublik Deutschland ins Grundgesetz festgeschrieben werden. Der mit Mehrheit gefasste Beschluß ist zwar umstritten, bezeugt jedoch deutlich welches Gedankengut bei einer Regierungspartei sein Wesen treibt.  

Es ist offensichtlich, dass an die Adresse der aus allen Ecken der Welt stammenden MigrantInnen mit ihren unterschiedlichen Sprachen, die ebenso zu würdigen sind (1), folgendes Signal gesendet wird: Die deutsche Sprache und entsprechend die Deutschen sind höherwertig und daher besonders zu schützen.  

Es stellt sich unvermeidlich die Frage, ob die deutsche Sprache und folglich die Deutschen (2) vom Aussterben bedroht sind oder, da dies ja absolut nicht der Fall ist, werden alle Nicht-Deutsche wieder mal auf billige Weise als Bedrohung dargestellt?

Zum x'ten mal müssen wir wohl die Politik wieder darauf hinweisen, dass mit solchen Ausgrenzungsstrategien keine konstruktive Basis für ein fruchtbares Dialog und Zusammenleben unter allen Sprachen in Deutschland geschaffen werden kann. Um das Gegenteil zu vermeiden, rufen wir die weltoffene Öffentlichkeit auf, sich von solchen Standpunten zu distanzieren und die CDU zur Besinnung einzuladen.

 

Mit freundlichen Grüßen

Allmende e.V.

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(1) Zu den meistgesprochenen Sprachen in der Bundesrepublik (mit mehr als 100.000 Sprechern) gehören Russisch mit (je nach Schätzung) bis zu drei Millionen Muttersprachlern, Türkisch mit mehr als zwei Millionen Muttersprachlern, Polnisch, Kurdisch, Italienisch, Griechisch, Arabisch, Niederländisch, Serbisch, Kroatisch, Spanisch und Englisch. (Quelle: http://www.sprachenlernen24-blog.de/Sprachen-in-Deutschland/)

( 2) Der Begriff deutsch leitet sich vom althochdeutschen theodisk, diutisk ab, was ursprünglich "diejenigen, die die Volkssprache sprechen"
( germanisch theoda , Volk ) bedeutete. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Thiodisk ). Kommentar: Also historisch gesehen ist wohl nur die Sprache, die sich ja auch den laufenden Änderungsprozessen nicht entziehen kann, selbst wenn sie ins GG verankert wird, die entscheidende Bindung der Deutschen untereinander. Daher der besondere Schutzbedarf?


Radio Multikulti muss erhalten bleiben!

Es ist zynisch, dass RBB seinen 5. Geburtstag zusammen mit dem einmaligen Sender "Radio Multikulti", dessen Schliessung er beschlossen hat, mit einer Veranstaltung feiern möchte. Dann soll dieser Tag ein Tag für kreative - multikulturelle friedliche Proteste gegen die Schließung sein.

Allmende ruft alle Menschen auf, ihren Protest am 24. 05. 2008 in Masurenallee zum Ausdruck zu bringen!

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Der rbb wird 5!
Willkommen zum Tag der offenen Tür

Der rbb feiert seinen 5. Geburtstag. Am 24. Mai 2008, wird die Masurenallee in Berlin von 10.00 bis 18.00 Uhr zur Festmeile. Ein guter Grund, dem Publikum einen Tag der offenen Tür zu schenken. Die Besucher können hautnah erleben, wie Hörfunk und Fernsehen dicht gemacht wird: mit Studiotouren, Programm- und Technikpräsentationen, Bühnenshows, Kinderprogramm, den Lieblingsmoderatoren und Stars. Drei Bühnen sorgen für beste Unterhaltung. Mit dabei sind alle Programme des rbb: das rbb Fernsehen, radioBerlin 88,8, Antenne Brandenburg, Fritz, Radioeins, Radiomultikulti, Inforadio und Kulturradio.

www.multikulti.de

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Liebe Freundinnen und Freunde von radio multikulti,

vielen Dank für Ihre Mail. Wir freuen uns über Ihren Zuspruch und Ihre Unterstützung. In den letzten Tagen haben uns so viele von Ihnen geschrieben und ihre Bestürzung zum Ausdruck gebracht. Das hat uns gut getan und dafür möchte ich mich im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen bei Ihnen bedanken. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir die vielen Schreiben nicht alle beantworten können - wir möchten das Programm nicht vernachlässigen.

Wir wissen, dass wir tagtäglich ein ganz besonderes Programm zusammenstellen. Ein Programm, das die Vielfalt dieser Stadt als etwas ganz Normales spiegelt. Das uns musikalisch in die ganze Welt entführt, uns Menschen und Themen nahe bringt, die wir sonst nie kennen gelernt hätten. Wir befassen uns mit den angenehmen und unangenehmen Seiten der Migration und Integration. Wir selbst sind ein Teil dieser Einwanderungsgesellschaft, sprechen in vielen Sprachen, sprechen Deutsch mit und ohne Akzent, setzen ungewöhnliche Schwerpunkte, bürsten gegen den Strich, diskutieren und streiten viel. Aber immer mit gegenseitigem Respekt! Das haben wir in den letzten 14 Jahren gelernt. Es war nicht immer einfach, aber es ist schön!

Meine Kolleginnen und Kollegen schaffen es, journalistische Kompetenz mit Spaß zu vereinbaren. Das zeugt von hoher Professionalität und ich möchte nicht, dass dies für den rbb und damit für Berlin verloren geht.

Bleiben Sie uns treu, hören Sie auch weiterhin radio multikulti !


Mit herzlichen Grüßen



P.S. Manche von Ihnen fragen an, was man noch tun kann, an wen man sich wenden soll. Im Internet haben sich einige Foren gebildet und außerhalb des rbb gibt es bereits Initiativen, aber einen direkten Kontakt kann ich Ihnen nicht vermitteln und bitte Sie um Verständnis dafür.



Ilona Marenbach
Chefredakteurin
radiomultikulti vom rbb
Masurenallee 8-14
14057 Berlin
www.multikulti.de
multikulti-chefredaktion@rbb -online.de